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Ursprung und Tradition

SHURIShuri Castle in Okinawa
Ursprung und Tradition des Karate - vom Beginn

Das Karate hat seine Wurzeln in Kampfkünsten aus China und Indien. Das Shaolin Kloster ist einer der bekanntesten Orte, an dem sich die chinesischen Kampfkünste entwickelten. Das Karate besitzt einige Kata, die in buddhistischen Tempeln in China entwickelt wurden, welche mit dem Shaolin (shorin-ji) in Verbindung gebracht werden.

Okinawa ist der Geburtsort des eigentlichen Karate, dass früher Tode oder Tode jitsu genannt wurde. Über Okinawa drangen die Selbstverteidigungskünste nach Japan und wurden dort perfektioniert. Die berühmtesten Meister des Karate, wie Funakoshi, Miyagi und Mabuni stammten aus Okinawa. Sie verbreiteten ihre Art des Karate in Japan.
Von Japan drang Karate-do in die ganze Welt. Einer der ersten großen Karateverbände Japans war die Japan Karate Association (JKA), deren erster Technischer Leiter Funakoshi war.

Die JKA bewahrt die Tradition Funakoshis, Karate zur Entwicklung eines erhabenen Geistes und einer Haltung der Demut zu lehren. Gleichzeitig sollte jedoch die Kraft entwickelt werden, um beispielsweise eine wilde Bestie mit nur einem Schlag niederstrecken zu können (Nakayama In: Best Karate).

Karate dient als Selbstverteidigung und als Mittel zur Gesunderhaltung des Körpers.
Karate wird in drei Teilbereichen trainiert. Grundschule (Kihon), Kata (Formübungen) und Kumite (Kampf).


Okinawa - der Geburtsort des Karate

Wärend der Keicho Ära (1596 - 1615) um 1600 besetzte der Shimazu Clan das Königreich Ryukyu. Die Ryukyu Inseln waren zu dieser Zeit unabhängig von Japan, die Insel Okinawa eine Teil des Reiches. Der Shimazu Clan untersagte den Okinawanern das Tragen von Waffen. Dieser Erlass bestärkte die Riege der Okinawa Bushi (Krieger Kaste) im Ausüben und Perfektionieren waffenloser Selbstverteidigungsarten. Der Ursprung dieser Kampfkünste wird in China vermutet, mit dem Okinawa einen regen Warenaustausch hatte.
Die Selbstverteidigung der Okinawaner wurde zu dieser Zeit Tode genannt.
Nach einem einem Verbot Tode (Karate) auszuüben entwickelte sich die Kampfkunst im Geheimen und wurde weiter perfektioniert. Aus dieser Zeit gibt es keinerlei Aufzeichnungen über Karate.


Im Wandel der Zeit
In der Moderne, der Neueren Geschichte erlebte Karate eine neue Prägung.
I
n der Meji-Zeit wurden Überprüfungen der Physischen Konstitution von Karatebetreibenden durch Schul- und Militärärzte auf Okinawa  durchgeführt. Die Vertreter der Regirungsstellen waren überrascht, welcher Unterschied in der körperlichen Entwicklung zwischen normaler Bevölkerung und den Karate-Adepten bestand. Um 1901/1902 berichtete eine Schulkommission unter Leitung von Shintaro Ogawa über die Ergebnisse bei den Gesundheitskontrollen auf Okinawa. Arme und Beine, sowie der gesamte Körper der Karateka war viel stärker entwickelt als bei Bewohnern Okinawas gleichen Alters, bei etwa gleicher Ernährung. Besonders das Reaktionsvermögen und die Balance waren besonders gut ausgprägt. Dieser Bericht wirkte verstärkt in militärischen Kreisen.
Nach der Auswertung der Gesundheitserhebung folgte die Integration des Karate in das Curriculum der normalen Schule für Männer und in der First Middel School.

Nach langen und harten Jahren im Untergrund wurde der Wert des Karate auch von offiziellen Regierungsstellen Japans erkannt.
Der einztige Charakter des Karate als pure Selbstverteidigung begann sich zu wandeln. Karate Meister schaften nach harter Arbeit den entscheidenen Schritt zur Verbreitung des Karate. Karate wurde als sportlche Übung zur Ertüchtigung der Jugend akzeptiert. Im vierzigsten Jahr der Meji-ära (1908) wurde Karate als physical exercise (Körperertüchtigung) in das Sportcurriculum der Junior High School auf Okinawa intergriert. Noch bis heute ist Karate Bestandteil der sportlichen Ausbildung an vielen Schulen Japans.

Nach dem Russisch-Japanischen Krieg begann Funakoshi 1905 Karate mit einer ausgewählten Gruppe der Öffentlichkeit zu präsentieren. Er wurde von der Medica Association eingeladen Seminare zum Thema "Karate as Physical Education" (vergl. G. Funakoshi, Karate Do Kyohan, Neptune Publication 2005, California, S.10, neueste Übersetzung des Originals von 1935) zu geben. Zu dieser Demonstrationsgruppe gehörten bekannte Meister wie Mabuni, Motobu, Kyan, Shiroma, Oshiro, Tokumura, Ishikawa, Yabiku u.a.m.

Im Mai des Jahres 1922 (im zehnten Jahr der Taisho-ära) demonstierte eine Gruppe von Karateexperten Karate-Übungen vor dem Tenno (japanische Kaiser), als dieser auf Okinawa weilte.

1922 Gichin Funakoshi demonstrierte Karate vor dem japanischen Kaiser dann auch direkt in Tokyo. Es stellte Karate der Öffentlichkeit auf der ersten Ausstellung des Ministerium für Bildung um 1922 im Educational Museum (später mehrmals umbenannt) in Ochanomizu in Tokyo vor. Es folgten Auftritte an der Toyama School, bei der Hoso-kai und im Kodokan in Tokyo.
In der Folge wurde Karate in Japan besonders in Tokyo sehr populär. Viele Universitäten nahmen Karate in ihr Lehrprogram auf. An vielen Bildunseinrichtungen wie der Keio Universität, der Waseda Uni,Tokyo Daigaku der Hitotsubashi Dai, Takushoku Dai, Japan Medical University, Chuo Daigaku und First High School wurden Karate-Clubs gebildet, die es noch heute gibt. Karate wurde durch die Meister Okinawas als Sport für die Jugend bekannt und geachtet. Das Karate erfuhr durch Meister Funakoshi eine Transformation hinsichtlich der Strukturierung von Trainingsmethoden (z.B. Kumite) und der Anpassung von Begrifflichkeiten (Techniken und Kata wurden mit japanischen Namen versehen). Meister Funakoshi schrieb verschiedene Bücher, die dem Karate in der breiten Öffentlichkeit eine breitere Akzistanz verschaffte. Das erste Buch war Ryukyu Kempo: Karate. Es folgte Renten Goshin Karate Jutsu, das selbst vom Tenno gelesen wurde.

Mit dem Erfolg in Japan durchdrang der erhabene Geist des Budo das Karate. Die Einheit von Körper und Geist - der Weg - wird zum Ziel.
Schließlich wurde Karate-do Dank Meistern wie Funakoshi, Mabuni, Miyagi u.a. zu einer der bedeutesten und erfolgreichsten Kampfkünste (Budo) Japans.

Von den Universitäten und Bildungseinrichtungen Tokyos verbreitet sich Karate schließlich über Japan in die ganze Welt.

Einer der wichtigsten Wegbereiter des Karate von Japan in alle Welt war und ist die Japan Karate Association mit ihrem Headquarters in Tokyo.


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